Ist Stress im Arbeitsalltag vermeidbar?

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Carina Schumacher

5 September 2019

Stress im Startup-1

Mehr als 50% der Deutschen fühlen sich gestresst. Gehören Sie dazu? Wann man von „Stress“ spricht und welche Maßnahmen man vorbeugend für sich und seine Mitarbeiter ergreifen kann, verraten wir Ihnen in folgendem Artikel.

Wann spricht man von Stress?

In der Forschung wird zwischen Eustress (eu: positiv, stimulierend) und Distress (dis: negativ, belastend) unterschieden. Wenn im Volksmund von „Stress“ die Rede ist, ist oftmals der „Disstress“ gemeint, der meist als die negative Folge von Überforderung gesehen wird. Dabei kann Stress auch durch anhaltende Unterforderung entstehen. Egal welche der beiden Fälle zu Stress führt, die Reaktion auf den Stress ist die gleiche: wir fühlen uns nicht wohl.

 

Auslöser für Stress werden Stressoren genannt. Was als Stressor angesehen wird, obliegt unserer subjektiven Wahrnehmung. Je nachdem wie eine Situation subjektiv bewertet wird, entscheidet sich, ob Stresshormone ausgeschüttet werden oder nicht. Das kann dazu führen, dass bei dem einen das Stresslevel früher erreicht wird als bei einer anderen Person.

 

Beispiel: Der Eine ist gestresst, wenn er beim Einkaufen lange in der Schlange steht (Unterforderung) und der Andere, wenn er seine gesetzten Ziele nicht termingerecht erreicht (Überforderung).

Sind Sie gestresst?

Gerade Gründer leiden unter ständigem Druck, wie eine Studie der Universität Colorado herausfand. Egal ob Sie als Geschäftsführer ein Unternehmen leiten oder als Manager die Verantwortung für ein Team haben: Es gibt viele verschiedene Faktoren, die zu Stress führen können und die man im Auge behalten sollte. Als Führungskraft sind Sie jedoch nicht zwangsläufig gestresster als Ihre Angestellten.

Auffällig ist, dass Stress ein deutschlandweites Problem ist. Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse, fühlt sich jeder zweite Deutsche gestresst. Jedoch gibt es Bundesländer, in denen die Einwohner gestresster sind als in anderen Regionen Deutschlands. Folgende Abbildung zeigt das Ergebnis der eben genannten Studie, die untersuchte wie viele der Befragten sich manchmal oder häufiger gestresst fühlt.

 

 Stress in Deutschland

 

Quelle: Techniker Krankenkasse – Stressstudie 2016

 

Warum man Stress ernst nehmen sollte

Sind wir dauerhaft Distress ausgeliefert, können negative Auswirkungen auf bestimmte Körperregionen die Folge sein: Gehirn, Herz-Kreislauf-System, Muskulatur, Verdauungsorgane, Stoffwechselorgane, Immunsystem, Sinnesorgane, Geschlechtsorgane oder Schmerzrezeptoren.

 

Wer also Krankheiten wie Bluthochdruck, Magen-Darm-Geschwüre, Migräne, Tinnitus und Co. vermeiden möchte, sollte sich Gedanken darüber machen, was die Stressoren sind und wie Sie bekämpft werden können. Aber nicht nur bei sich selber, sondern auch bei Ihren Mitarbeitern können Sie Stress bekämpfen und Maßnahmen ergreifen, die Stresssituationen vorbeugen.

Was tun, wenn meine Mitarbeiter gestresst sind?

Laut einer Studie der TK wird Stress im Job, bzw. bei jüngeren Altersgruppen der Stress durch Schule und Studium, als häufigster Stressor genannt. Tatsache ist, dass sich Stress im Arbeitsalltag kaum vermeiden lässt. 😱

 

Umso wichtiger ist es daher, seine Mitarbeiter dabei zu unterschützen, den angestauten Stress abzubauen. Dafür können Sie beispielsweise betriebliche Entspannungskurse anbieten oder Massagen bezuschussen. Gleichzeitig gilt es, das Stresslevel möglichst gering zu halten. Hierfür ist es wichtig zu analysieren, was die Stressoren sind, ob Deadlines realistisch gesetzt werden und der Workload angemessen auf die Mitarbeiter verteilt ist.

 

💡 Und ganz praktisch: Ermuntern Sie Ihr Team, Entspannungspausen zu machen. Dafür eignet sich eine Runde Kickern oder Tischtennis oder eine wirksame Minipause mit Gymnastikübungen. 🤸🏻‍♀️

 

Aber nicht nur Stress auf der Arbeit, sondern auch Stress im Privatleben, kann zu einer Belastung des Arbeitnehmenden führen und sich so auf die Arbeitsleistung auswirken. Die gute Nachricht: Auch hier können Sie einen Beitrag leisten, um Ihre Mitarbeiter zu entlasten. Beispielsweise durch ein betriebliches Elterntraining. Ganz nach dem Motto „Kopf frei für die Arbeit“ hat sich das betriebliche Elterntraining zum Ziel gemacht, Eltern darin zu unterstützen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erfolgreich zu managen. ⚖️

Auf das Wesentliche konzentrieren

Wenn eine Software nicht funktioniert, können Sie sie austauschen. Wenn eine Maschine kaputt geht, können Sie sie reparieren. Aber was machen Sie, wenn ein Mitarbeiter ausgebrannt ist? Damit es gar nicht erst soweit kommt oder um im gegebenen Fall den Mitarbeiter nach einem Burnout aufzufangen, empfehlen wir im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements Maßnahmen einzuführen, die Stress bekämpfen und vorbeugen können.

 

Übrigens: besonders Personaler und HR-Manager sind häufig gestresst. Hier können Sie beispielsweise mit optimierten Prozessen und Unterstützung durch verschiedene Tools helfen. Allen Prozessen rund ums Thema Lohnabrechnung nimmt sich beispielsweise PayFit an.