Benefits: Gehalt ist nicht (mehr) alles

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PayFit Deutschland

21 Mai 2019

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Wer in einer Firma fest angestellt ist, bekommt in der Regel ein fixes Gehalt pro Monat. Doch in vielen Fällen ist es das damit heute noch nicht getan. Immer mehr Arbeitgeber machen sich auch abseits des Gehalts interessant und bieten ihren Mitarbeitern und Angestellten entsprechende Benefits.

Die Mitgliedschaft im Fitness-Studio wird übernommen, man erhält ein Ticket für den Nahverkehr oder aber – vor allem bei Auszubildenden beliebt – der Handyvertrag oder der Führerschein werden bezuschusst.

 

Möglichkeiten, seinen Mitarbeitern zusätzliche Anreize zu liefern und sie zu motivieren, gibt es heute also viele. Einige davon haben wir herausgesucht und stellen sie vor. Zudem klären wir die Frage, was solche zusätzlichen Vergütungen abseits des Gehalts so attraktiv macht (für Arbeitnehmer und Arbeitgeber). Steuertips inklusive. 😉

 

Abseits des Gehalts: Diese Benefits gibt es

Es gibt tatsächlich viele Möglichkeiten, wie man seine Mitarbeiter und Angestellten vergüten kann, ohne direkt mehr Gehalt auszahlen zu müssen. Das hat in vielen Fällen sogar steuerliche Vorteile – für beide Seiten. Diese Benefits für Angestellte können in Frage kommen:

Ein Ticket für den Nahverkehr 🎫

Der Arbeitgeber kann beim regionalen Verkehrsunternehmen Tickets für Bus und Bahn kaufen und diese – zum Beispiel als Monatsticket – an die Mitarbeiter weitergeben. Die Tickets müssen steuerlich nicht als Lohn angegeben werden und sorgen somit für einen echten Mehrwert.

Dazu können die Mitarbeiter die Tickets nicht nur für den Weg zur Arbeit einsetzen, sondern oft auch in der Freizeit.

Ähnlich: eine Bahncard 💳

Ist eine Bahncard notwendig, beispielsweise weil ein Mitarbeiter viel für das Unternehmen unterwegs ist, darf diese auch privat genutzt werden. Ähnlich wie beim Ticket für den Nahverkehr, ist der Arbeitnehmer so mobil und flexibel.

Digitale Essensmarken: Lunchit 📱

Eine andere Möglichkeit, wie Arbeitgeber eine gute Leistung belohnen können, ohne dass hohe Sozialabgaben wie bei einer Gehaltserhöhung anfallen, ist  Lunchit – der digitale Essenszuschuss in Form einer App. Damit können Arbeitgeber mit bis zu 6,40 täglich steuerfrei für das Mittagessen erstatten.
Bislang wurden Essenzuschüsse mit Papiergutscheinen realisiert, die nur in bestimmten Restaurants gültig waren und viel Verwaltungsaufwand erforderten. Mit Lunchit ist dieser Prozess komplett digitalisiert mit Vorteilen für alle Beteiligten: Der Mitarbeiter wird für die Benutzung der App finanziell belohnt, das Finanzamt kann einen digital dokumentierten Prozess überwachen, der Arbeitgeber ist Nachweispflichten los und die Restaurants und Supermärkte rund um Ihren Betrieb profitieren auch.

Die Benutzung der App ist kinderleicht: Mitarbeiter gehen Essen oder kaufen sich einen kleinen Imbiss im Supermarkt und fotografieren den Beleg mit der Lunchit App. 

Besonders beliebt: der Dienstwagen für Mitarbeiter 🚗

Insbesondere in Führungsebenen sind Firmenwagen als Boni sehr beliebt. Der Angestellte kann damit Dienstfahrten unternehmen, den Wagen aber auch privat nutzen. In einem solchen Fall ist die Versteuerung mit einem Prozent des Bruttolistenpreises notwendig – oder aber die Abrechnung mittels Fahrtenbuch. Wie das genau geht und was sich mehr lohnt, haben wir hier erklärt.

Übernahme der Kita-Kosten 👶

Einige Firmen bieten ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, die Kosten für die Kinderbetreuung zu übernehmen. Dafür sind keine Sozialabgaben zu zahlen und die Leistung muss nicht versteuert werden – ein großes➕! Neben den reinen Betreuungskosten in Kita, Kindergarten und Krippe, können vom Arbeitgeber auch die Verpflegungskosten getragen werden.

⚠️ Ausnahme: Kinder, die schon schulpflichtig sind, können auf diese Weise nicht bezuschusst werden.

Die Firma übernimmt die Fahrtkosten 🚘

Ebenso kann man als Arbeitgeber aber auch Fahrten zur Arbeit zusätzlich entlohnen. Üblich sind bei Fahrtkosten für den Weg zur und von der Arbeit in aller Regel 0,30 Euro je Kilometer. Auch Heimfahrten bei doppelter Haushaltsführung können auf diese Weise gesondert abgerechnet werden. Steuern oder Sozialabgaben fallen für den Arbeitnehmer nicht an, die Firma zahlt jedoch 15 Prozent Steuern auf den Betrag.

Darlehen für Angestellte vom Arbeitgeber💰

Als Arbeitgeber hat man auch die Möglichkeit, seinen Mitarbeitern Geld zu leihen. Bei Beträgen von maximal 2.600 Euro ist das sogar ohne steuerliche Abgaben und ohne Sozialabgaben möglich. Ist das Darlehen höher, müssen Zinsunterschiede versteuert werden – das gilt, wenn der Zinsvorteil eine Freigrenze von 44 Euro übersteigen würde.
⚠️ Aufgepasst: Alle Sachbezüge werden zusammen addiert und dann wird geschaut ob sie unter die 44 Euro Freigrenze fallen.

Mehr Wissen für die Mitarbeiter: Fortbildungen als Benefit💡

Sprachkurse, Computer-Weiterbildungen und Co. können ebenso gezahlt werden und sind frei von Steuern und Sozialabgaben. Das gilt jedoch nur, wenn die Fortbildung auch tatsächlich einen Nutzen für den Arbeitnehmer hat – wenn er dadurch effektiver arbeiten oder in einem anderen Bereich eingesetzt werden kann. Das Finanzamt achtet darauf. Fehlt der Bezug zum Job, wird die gezahlte Leistung wie Arbeitslohn behandelt.

Yoga auf Firmenkosten 🧘‍♂️

Viele große Unternehmen arbeiten heute – oft durch die Krankenkassen – schon mit Fitness-Studios zusammen. Mitarbeiter können dann vergünstigt oder gar kostenlos in den Studios trainieren. Neben dem Fitness-Training sind aber auch Gesundheitskurse eine Option – zum Beispiel Yoga oder autogenes Training. Alle Angebote, die einer gesundheitlichen Verbesserung der Angestellten dienlich sind, können pro Jahr mit bis zu 500 Euro steuerfrei und ohne Sozialabgaben gefördert werden. Dazu zählt im Übrigen auch gesundes Essen in der Firmenkantine.

Warum sind zusätzliche Vergütungen für Mitarbeiter interessant

Benefits wie die oben vorgestellten sind für viele Mitarbeiter sehr interessant. Sie bekommen vom Arbeitgeber zusätzliche Leistungen und haben dadurch in den allermeisten Fällen klare Vorteile.

Zudem können solche Extras bei Arbeitssuchenden auch bei der Entscheidung für oder gegen einen Arbeitgeber hilfreich sein.

Ein Arbeitgeber, der beispielsweise Fitness-Kurse bezahlt, ist häufig viel interessanter als einer, bei dem es lediglich kostenlosen Kaffee im Büro gibt.

Und auch für Arbeitgeber haben derartige Benefits einige Vorteile.

Darum lohnen sich Zusatz-Benefits auch für die Arbeitgeberseite

Als Arbeitgeber kann man sich durch zusätzliche Belohnungen und Vergütungen abseits der Gehaltszahlungen beispielsweise Alternativen zu Gehaltserhöhungen schaffen. Verlangt ein Mitarbeiter mehr Geld, kann man ihm beispielsweise als Alternative anbieten, die Fahrtkosten zu übernehmen oder ihm einen neuen Laptop sponsern. Diese Vorteile sind steuerfrei und für den Arbeitnehmer somit durchaus interessant – und finanziell auch vom Arbeitgeber abzuschreiben.

Sachbezüge können in der Steuererklärung des Unternehmens Berücksichtigung finden und sind somit steuerlich absetzbar.

 

Zusätzlich kann man durch zusätzliche Extras für die eigenen Angestellten oftmals auch das Arbeitsklima fördern und damit die Motivation der Mitarbeiter verbessern. Das kann im Endeffekt dazu führen, dass das Arbeitsvolumen ansteigt und damit auch der Umsatz angekurbelt wird. 💪

Gibt es auch Nachteile der Benefits?

Wir können von Benefits im wahrsten Sinne des Wortes sprechen – denn Nachteile gibt es nicht besonders viele. Für Arbeitnehmer ist allerdings wichtig zu wissen, dass sich zusätzliche Extras nicht auf mögliche Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld auswirken. Hierauf hat lediglich das reine Bruttoeinkommen Auswirkungen.

 

Somit sollten auch Arbeitgeber darauf achten, das Gehalt der Mitarbeiter durchaus regelmäßig anzuheben. Im besten Fall zusätzlich zu anderweitigen Vorteilen.

Fazit: Benefits bieten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer Vorteile – und werden immer beliebter

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer die Vorteile, die mit zusätzlichen Extras einhergehen, überwiegen.

 

Die meisten Boni sind steuerfrei zu haben und verursachen auch keine Sozialabgaben. Insbesondere, wenn die Fahrtkosten übernommen oder die Kinderbetreuung – mitunter ist dies auch bei einem Babysitter möglich – bezuschusst werden, sind dies für viele Angestellte wirkliche Vorteile.

 

Abseits des Gehalts hat man als Arbeitgeber somit die Möglichkeit, sich durch kostenfreie Sportangebote (wir bei PayFit nutzen beispielsweise Urban Sports), einen Firmenwagen und einiges mehr attraktiver zu präsentieren und damit die Motivation der Mitarbeiter zu fördern. Die Benefits müssten natürlich auch auf der Lohnabrechnung stehen – mit PayFit ist das aber kein Problem.