Wie faire Vergütungsmodelle die Mitarbeiterzufriedenheit steigern

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Carina Schumacher

18 Juli 2019

faire Vergütung von Mitarbeitern

Sobald ein Team wächst, rückt das Thema faire Vergütung immer mehr in den Vordergrund. Anfangs bestand Ihr Unternehmen vielleicht nur aus dem Gründerteam und man zahlte sich jeweils das gleiche Gehalt aus. Nach den ersten Einstellungen wird klar, dass es an der Zeit ist, eine nachhaltige Strategie für die Vergütung von Mitarbeitern zu entwickeln, bzw. die bestehende Strategie auszubauen.

 

Das Ziel dabei ist auch, die Mitarbeiterkosten im Blick zu behalten und Neueinstellungen so besser vorausplanen zu können. Gleichzeitig kann mit Hilfe eines ausgeklügelten Vergütungsmodell sichergestellt werden, dass faire Löhne gezahlt werden, die wiederum die Mitarbeiterzufriedenheit steigern.

 

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Fair = Transparent? Sollten Gehälter transparent sein?

Oft wird übersehen, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen der Vergütung von Mitarbeitern und den gelebten Werten im Unternehmen gibt. Ist Transparenz eines Ihrer Werte, so kann das offenlegen von Gehältern ein naheliegender Schritt sein, der für andere Unternehmen vielleicht nicht in Frage käme.

 

Mit der Einführung des Entgelttransparenzgesetzes am 6. Juli 2017 und der Gesetzesänderung zum 6. Januar 2018, können Arbeitnehmer die in Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeiter arbeiten, Auskunft über das Gehalt vergleichbarer Kollegen verlangen. Mehr Transparenz könnte so beispielsweise auch die Diskussion über die eventuelle Gender Pay Gap eröffnen oder auch im besten Fall zu mehr Lohngerechtigkeit führen. ⚖️

 

Ein Vergütungsmodell für mehr Lohngerechtigkeit

Unabhängig davon, ob Sie Gehälter offenlegen wollen oder nicht, kann ein einheitliches Vergütungsmodell definitiv zu mehr Gerechtigkeit führen. Denn durch die Einführung eines Systems, dass für alle Mitarbeiter gilt, können Sie bestimmen, welches die ausschlaggebenden Parameter für Zuschläge zum Grundgehalt sind –und welche eben auch nicht. Zusätzliche Vergütung kann beispielsweise als Wertschätzung für Dienstalter, Erfahrung oder Teamführung dienen.

 

Variable Vergütungsmodelle die Mitarbeiter motivieren

 

Für Sales-Mitarbeiter ist eine variable Vergütung gang und gebe. Durch Provisionen können erreichte Ziele belohnt werden und die Vertriebler laufen zu Höchstformen auf. Doch auch in anderen Abteilungen können variable Entgeltbestandteile wie Prämien, Boni, Provision, oder Urlaubs- und Weihnachtsgeld als Anreize gewählt werden, um Mitarbeiter zu motivieren und leistungsgerecht zu entlohnen.

 

Verschiedene Arten von variabler Vergütung haben wir in einem vorherigen Artikel unter die Lupe genommen, ebenso wie verschiedene Benefits.

 

Wie baut man ein faires Vergütungsmodell?

Schritt 1: Das richtige Verhältnis von Grundgehalt und Bonus schaffen

Als erster Schritt wird das Grundgehalt für alle Abteilungen festgelegt. Bei Sales-Mitarbeitern mit zusätzlicher Provisionsvergütung ist das Grundgehalt meist etwas niedriger angelegt, als in anderen Abteilungen.

 

Einmal festgelegt, kann das Grundgehalt mit einem bestimmten Faktor multipliziert werden, mit der Folge, dass für Mitarbeiter, die mehr Erfahrung mitbringen, ein höheres Grundgehalt ausgerechnet wird.

 

Sollten Sie Niederlassungen an verschiedenen Standorten haben, bei denen die Lebenshaltungskosten unterschiedlich hoch sind, kann das Grundgehalt auch in dieser Hinsicht angepasst werden. So ist es beispielsweise keine Überraschung, dass Mitarbeiter in Baden-Württemberg ein höheres Grundgehalt erhalten als Mitarbeiter in Brandenburg. Hier liegt es an Ihnen zu entscheiden, ob und wie groß ein angemessener Unterschied im Gehalt gemacht werden sollte.

 

Schritt 2: Höheres Dienstalter belohnen

Je länger ein Mitarbeiter im gleichen Unternehmen arbeitet, desto mehr weiß derjenige über die Besonderheiten der Branche, des Unternehmens und die Unternehmensgeschichte. Vom Erfahrungsschatz langjähriger Mitarbeiter können Unternehmen nachhaltig profitieren, weshalb es sich empfiehlt, diese Mitarbeiter monetär für ihre Unternehmenstreue wertzuschätzen. Folgende Abbildung zeigt ein Beispiel hierfür:

 

 
Dienstalter Erhöhung des Grundgehalts
1-3 Jahre + 2 000 €
3-5 Jahre + 4 000 €
5-10 Jahre + 6 000 €
über 10 Jahre + 8 000 € 

 

Schritt 3: Personalverantwortung und Managergehälter

Jedes Unternehmen braucht Personen, die in der Lage sind, Verantwortung für ein Team zu übernehmen, es zu leiten und jeden einzelnen in seiner Entwicklung zu fördern. Dazu gehört auch die Aufgabe, sich an die unterschiedlichen Bedürfnisse und Charaktere des Teams anzupassen, eigenes Wissen individuell zu vermitteln und nicht nur die eigene Produktivität, sondern auch die des Teams zu steigern.

 

Kreieren Sie in Ihrem Vergütungsmodell verschiedene Level, aus denen Sie das passende auswählen können, um die zusätzliche Verantwortung, die mit dem Management eines Teams einhergeht, entsprechend zu vergüten.

Schritt 4: Über zusätzliche Vergütungselemente nachdenken und Auszahlungszeiträume bestimmen

Um Mitarbeitern mehr Gehalt bieten zu können, ohne dass ein Großteil der Summe versteuert wird, können Benefits wie Essensmarken oder Fitness-Mitgliedschaften, ein Jobticket oder einen Firmenwagen die Lösung sein. Welche Benefits komplett steuerfrei sind und wie hoch die Bagatell-Grenze liegt, können Sie hier nachlesen.

 

Unser Vergütungsmodell zum kostenlosen Download

Um Ihnen eine Vorstellung davon zu geben, wie ein faires Vergütungsmodell aussehen könnte, haben wir eine Excel-Tabelle vorbereitet, in der Sie die beschriebenen Schritte 1-4 wiederfinden und selbst ausprobieren können. Hier geht es zu unserer Vorlage.

 

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